Zwischen mythischen Lagerfeuerliedern am Rande des Waldes, Vodka‑Liedern im Zelt des Königs und einem Shanty auf einer gekaperten Brigg, quer durch das Folk‑Metal‑Genre ging die wilde Fahrt durch die Turbinenhalle am gestrigen Abend.
Das Heidenfest 2026 bot eine Klanglandschaft, die so abwechslungsreich war wie die Welten, durch die sich die Bands spielten. Mal wehten akustische, beinahe intime Klänge durch die Halle, dann wieder brach ein Sturm aus dröhnenden Gitarren, donnernden Drums und feierwütigen Shouts über das Publikum herein. Jede Band schien ihre ganz eigene Mythologie, ihren eigenen Humor und ihre eigene Trinkfestigkeit mitgebracht zu haben, und die Menge nahm jedes Kapitel dieser musikalischen Saga dankbar auf.
Nicht nur akustisch war das Festival ein voller Erfolg. Auch die grandiosen Kostüme der Protagonisten waren ein echter Eyecatcher und ließen keinen Zweifel aufkommen: Hier wird getanzt, getrunken und gemoshed. Von Fell, Leder und Hörnerhelmen bis hin zu aufwendigen Piraten‑ und Königskutten sorgten die Künstler dafür, dass die Bühne ebenso episch aussah, wie sie klang.
Das Publikum zog mit und so verwandelte sich die Turbinenhalle für eine Nacht in eine brodelnde, bunte Folk‑Metal‑Welt, in der Grenzen zwischen Band und Fans verschwammen und nur eines zählte: gemeinsam feiern, bis der letzte Ton verklang.
Line-up
- Korpiklaani (Headliner) finnischer Folk Metal, geprägt von Mythologie und traditionellen Einflüssen wie Humpaa
- Finntroll Genre-Urgesteine des Folk/Pagan-Metal
- Heidevolk niederländischer Folk Metal mit zweistimmigem Gesang
- Trollfest norwegischer, humorvoller Folk-Metal-Wahnsinn
- The Dread Crew of Oddwood Pirate-Folk, akustisch, energiegeladen und mit starkem Entertainment-Faktor
Das Heidenfest 2026 in Oberhausen wirkte wie eine gelungene Neuauflage eines lange vermissten Pagan/Folk-Metal-
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