Auf zur Leipziger Buchmesse 2026

Wenn sich im März die Tore der Leipziger Buchmesse öffnen, verwandelt sich die Stadt erneut in ein vibrierendes Zentrum der Literatur.

Vom 19. bis 22. März 2026 wird nicht nur gelesen, diskutiert und signiert, es wird gefeiert, gestritten, entdeckt und neu gedacht. Unter dem diesjährigen Leitgedanken „Wo Geschichten uns verbinden“ versammelt sich die Branche in all ihren Facetten: von internationalen Bestsellerautor:innen über aufstrebende Debüts bis hin zu unabhängigen Verlagen, Antiquariaten und digitalen Stimmen der Gegenwart.

Ein besonderer Magnet für das Publikum ist auch 2026 das boomende New-Adult-Segment. Mehrere Hallen des Messegeländes werden zur Bühne für jene Literatur, die große Gefühle, Selbstfindung und gesellschaftliche Reibungsflächen miteinander verwebt. Erwartet werden prominente Stimmen des Genres wie Julia Quinn, Ayla Dade, Nicole Böhm, Maren Vivien Haase, Kathinka Engel und Josi Wismar. Ihre Lesungen und Gesprächsrunden zählen schon jetzt zu den meistdiskutierten Programmpunkten im Vorfeld.

In thematisch kuratierten Panels geben Autor:innen Einblicke in Schreibprozesse, Figurenentwicklung und die Dynamik zwischen Buchmarkt und Community. Auch das Zusammenspiel von Print, Hörbuch und Social Media wird intensiv beleuchtet.

Signierflächen und Begegnungszonen sorgen dafür, dass die Nähe zwischen Schreibenden und Lesenden nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern gelebte Praxis ist.

Die Messehallen präsentieren sich 2026 als Panorama der deutschsprachigen und internationalen Verlagslandschaft. Große Publikumsverlage stehen Seite an Seite mit ambitionierten Kleinverlagen und Selfpublisher:innen, die sich in den vergangenen Jahren eine treue Leserschaft aufgebaut haben.

Auch renommierte Verlagshäuser und ihre Imprints setzen Akzente und bringen ihre Neuerscheinungen in exklusiven Messeausgaben mit. Ergänzt wird das Angebot durch spezialisierte Buchhandlungen mit kuratierten Sortimenten und Sondereditionen, ein Paradies für Sammler:innen und alle, die das Besondere suchen.

Ein stillerer, doch nicht minder faszinierender Anziehungspunkt ist die traditionsreiche Antiquariatsmesse, die parallel zur Buchmesse stattfindet. Mehr als drei Dutzend Antiquariate aus dem deutschsprachigen Raum und darüber hinaus präsentieren rare Drucke, signierte Erstausgaben, Grafiken und historische Briefe. Zu den außergewöhnlichen Exponaten zählen unter anderem frühe Veröffentlichungen von Franz Kafka sowie eine handsignierte Ausgabe von Thea von Harbous „Metropolis“. Auch kunstvoll illustrierte Werke wie „Der Blaue Reiter“ von Wassily Kandinsky, Franz Marc und Arnold Schönberg zeugen von der engen Verbindung zwischen Literatur und bildender Kunst.

Thematische Sonderausstellungen widmen sich 2026 einem Kulturraum, der seit jeher als Brücke zwischen Ost und West fungiert: Entlang der Donau entfaltet sich eine literarisch-künstlerische Reise durch die Moderne des frühen 20. Jahrhunderts. Damit schlägt die Antiquariatsmesse eine elegante Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Neben aller Belletristik widmet sich die Messe intensiv den Fragen unserer Zeit. Zahlreiche Sachbücher analysieren politische Verschiebungen, gesellschaftliche Spannungen und die Herausforderungen demokratischer Systeme. Autor:innen wie Alice Schwarzer, Jörg Baberowski oder Eva von Redecker stellen ihre aktuellen Publikationen vor und diskutieren mit dem Publikum über Verantwortung, Engagement und Perspektiven.

In den Hallen für junge Leser:innen wird es bunt, lebendig und fantasievoll. Das Kinder- und Jugendprogramm vereint Lesungen, Workshops und interaktive Formate. Beliebte Autor:innen wie Paul Maar, Ursula Poznanski und Markus Heitz sorgen für volle Reihen.

Ob Drachenabenteuer, KI-Thriller oder einfühlsame Familiengeschichten, das Spektrum reicht von humorvoll bis nachdenklich. Pädagogische Initiativen und Leseförderprojekte unterstreichen dabei die Bedeutung des Buches als Medium der Persönlichkeitsentwicklung.

Ein Höhepunkt für alle Fantasy- und Science-Fiction-Begeisterten ist die Verleihung des SERAPH, des renommierten Preises für deutschsprachige Phantastik, organisiert von der Phantastische Akademie. Die Preisverleihung findet traditionell auf der großen Bühne statt und wird von einer „Langen Nacht der Phantastik“ begleitet. Mit einer Gesamtdotierung von 32.000 Euro erreicht die Auszeichnung 2026 eine neue Dimension. Unterstützt wurde die Aufstockung der Preisgelder unter anderem durch eine vielbeachtete Spendenaktion der Autorin und Content Creatorin Liza Grimm. Die Nominierungslisten spiegeln die enorme Bandbreite aktueller Phantastik wider, von Debüts über Independent-Titel bis hin zu etablierten Bestsellerautor:innen.

Die Leipziger Buchmesse 2026 verspricht damit mehr als eine Leistungsschau des Buchmarkts zu werden. Sie ist ein Ort des Austauschs, der Inspiration und der kritischen Auseinandersetzung. Zwischen Bestseller und bibliophilem Schatz, zwischen Debüt und Klassiker, zwischen Kinderbuch und politischem Essay zeigt sich einmal mehr: Literatur ist kein Rückzugsraum, sondern ein lebendiger Organismus. Und Leipzig sein pulsierendes Herz.

 

Unter folgendem Link könnt Ihr Tickets für die Messe bestellen: Leipziger Buchmesse

by J. Poro & C.Schröter